History
  Bilder aus den Jahren 1961 - 1963
 

Ein strenger Winter, noch ohne Bugklappe 1962/63

Der Schnelltriebwagen VT18.16.02 1964

1963
Indienststellung, Jungfernfahrt und die erste Linientätigkeit

Am 23. Mai 1962 bestellte die Deutsche Reichsbahn ihren ersten Neubau bei dem VEB Schiffwerft "Neptun" in Rostock für die Linie Warnemünde - Gedser. Die Werft hatte nach dem Bau der FS Sassnitz für die Königslinie als einizige Werft Erfahrung im Bau solcher Spezialschiffe. Die Bauzeit betrug 2 Jahre und pünktlich zur Ostseewoche 1962, am 8. Juli 1962, erfolgte der Stapellauf. Lotte Ulbricht, Gattin des damaligen Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht, ließ die Sektflasche am Bug des Schiffes mit dem Namen 'Warnemünde' zerschellen.
So verließ der Rohbau ohne Bug und Heck unter den Augen vieler Rostocker das Trockendock und wurde an den Ausrüstungskai verbracht, wo der Innenausbau und Restarbeiten am Äußeren des Schiffes erfolgten. Die zehntägige Abnahmefahrt unter der Leitung von Kapitän Siegfried Schmidt erfolgte am 21. April 1963. In strahlendem Weiss, bis auf die schwarze Scheuerleiste und mit den goldenen Flügelrädern der Deutschen Reichsbahn an den Schornsteinen fuhr die Warnemünde hinaus auf See, zu ihrer ersten Reise.

Am 23. März 1963 wurde das Schiff übergeben und in den Dienst gestellt. Um 13.05 Uhr hiess es "Leinen los". Unter Böllerschüssen verließ die Warnemünde die Hafeneinfahrt in Richtung Gedser, um sich dem dortigen Publikum vorzustellen, welches sie bereits erwartete.