History
  Bilder aus den Jahren 1991 - 1993
1991 - 1993
Die Wende, das Ende der Traditionslinie Warnemünde - Gedser und der Verkauf der FS Warnemünde

Die neu gewonnene Freiheit der ehemailgen DDR Bürger schlägt sich auch im Fährverkehr nieder. Obgleich der Transort von Kraftfahrzeugen in den letzten Jahren des Bestehens der DDR zurück ging, erlebt die Linie nun eine Renaissance.
In unendlichen Menschenschlagen drängen die Leute an Bord um endlich das Niemansland zu betreten und in bis dahin unbekannte Länder reisen zu können. Die Tagesausflügler nach Gedser und Kopenhagen nehmen in den ersten Jahren kein Ende. Auch für die Besatzung der Warnemünde bricht eine neue Zeit an. Die "Unterdrückung" durch die Vorgaben, und die verlangte unbedingte politische Linientreue, ist vorbei. Es ist zu spüren, dass sich der grösste Teil der Besatzung nun von den politischen Zwängen frei fühlt.
Im Februar 1992 geht die Warnemünde wie jedes Jahr in die Werft. In der Flenderwerft in Lübeck wird das Schiff grundüberholt. Die Warnemünde bekommt ein neues Heck da das Fährbecken in Gedser für Heckanlieger umgebaut werden soll. Die vorherige Form des Hecks entsprach dem der Königslinie, nun bekam die Warnemünde ein Heck der 'Grossen Belt Form'.
Während der Hafen in Gedser umgebaut wird, pendelt die Warnemünde von März bis April 1992 wieder zwischen Warnemünde und Rodbyhaven (DK). Danach trat sie ihren Dienst zwischen Warnemünde und Gedser an.
Am 25.10.1992 gegen 9.00 Uhr reisst es alle aus den Betten. Fast ungestoppt prallt die Warnemünde in das Fährbett in Warnemünde. An den Anlagen und am Schiff entsteht hoher Sachschaden Die Gesamtreparaturkosten des Schiffs belaufen sich auf 420.000 DM. Als Grund für die Kollision stellen sich später Reparaturarbeiten an der Maschine heraus. Nach diesem Desaster muss die Fähre für 2 Wochen in die Werft (siehe Anekdoten).